Nachtrag zu den Mitbringseln vom Wikingerfest

Wie in den Kommentaren versprochen, liefere ich – brav wie ich manchmal bin – ein Update zu den Mitbringseln vom Wikingerfest im Adventon ab.

Zunächst etwas zur Farbe: „Ist das Orange denn zeitgerecht?“, wurde ich aus berufenem Munde gefragt und ja, hier wie bereits erwähnt der Beweis:

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Ich in sanddornfarbener Gewandung im Birkenhain vom Adventon

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Model mit ebenfalls sanddornfarbener Tunika – Aufnahme einer Modenschau an der Universität Kopenhagen im Jahr 2015 (Klick aufs Bild führt zum Artikel „Fashionable Vikings loved colours, fur, and silk“ auf sciencenordic.com)

 

 

 

 

 

 

 

 

Inzwischen habe ich mir einen ähnlichen Gürtel gekauft, wie ihn der charmante Herr auf dem rechten Foto trägt, um meine neuerworbene Gürteltasche zu präsentieren.

Zudem sprang ein beinerner Löffel in mein Einkaufskörbchen …

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Die Glasperlen hatte ich letztes Jahr schon mitgenommen und bisher keine Verwendung für sie gehabt. Aber wie Oma immer sagte: „’s Haus verliert nix“ – sie warteten noch im Originaltütchen in einer Schublade darauf, eingesetzt zu werden.

Dann wurde ich nach Großaufnahmen der Stickereien gefragt:

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Hier sieht man übrigens die Künstlerin in Aktion beim Sticken von Hand!

Was gibt es noch zu berichten?

Ach ja, der Honig vom Honigmann aus Aachen schmeckt derart wunderbar, dass wir das erste Glas schon zur Hälfe leergegessen haben. Aber zum Glück kann man bei R. Cajet, Auf der Horn 63, 52074 Aachen nachbestellen und wir müssen nicht auf den nächsten Wikingermarkt warten!

17 Gedanken zu “Nachtrag zu den Mitbringseln vom Wikingerfest

  1. Hübsch! Der Begriff „sanddornfarben“ gefällt mir auch besser als „orantsch“ 😉

    Auch über deine Oma musste ich kichern. Das sind wohl die Sprüche, die dazu führen, dass sich Dachböden und Keller nicht mehr aufräumen lassen vor lauter Gerümpel. Aber bei weiser Nutzung scheint es ja sogar etwas zu bringen ^^

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    • Haha, du weißt ja, wie ich auf Begriffe wie „sanddornfarben“ komme 😉
      Wenn ich eine Szene vor mir sehe, wie der knallorangefarbene Ball der Sonne wahlweise über den Auwäldern des Rheinlands oder den Dünen der jütländischen Nordseeküste untergeht, und dann denke: „Heilige Scheiße! Melwyn konnte ja gar keine Orangen kennen! Und nu?“
      Bzgl. Oma: Ein Tütchen mit Glasperlen lässt sich wohl kaum mit zugerümpelten Dachböden vergleichen 😉 und einen Keller besitze ich gar nicht. 😛

      Freue mich schon sehr auf deine liebevollen Frotzeleien, sobald du „Falkenherz“ gelesen hast!

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  2. Danke, dass du die Stickerei zeigst 🙂 Viel prächtiger, als ich sie mir vorgestellt habe – toll! Finde es großartig, dass diese Handarbeit und Muster noch gepflegt werden. Ja, Sanddorn ist mir bei dem Kleid auch sofort eingefallen 😉 Natürlich gab es dir Farbe früher schon, aber je nach Facette war es halt ein Rotgelb oder ein Gelbrot *lach* Die Tasche ist ebenfalls wunderschön, wie auch der Löffel und die Perlen.

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    • Kannst du dir vorstellen, was mein Herz machte, als ich das Kleid zum ersten Mal sah?

      Und natürlich – wie von meiner anderen Oma, die gelernte Schneiderin war, abgeschaut – habe ich nach dem Anprobieren auf der linken Seite nachgesehen und mich davon überzeugt, dass es sich um Handarbeit handelt.

      Freilich sind die (nicht sichtbaren) Nähte am Kleid mit Maschine gefertigt – sonst wäre es ja nicht zu bezahlen, aber es ist eine wirklich sehr authentisch aussehende Arbeit.

      Ich hibbele schon total darauf, bis Angelika einen passenden grünen Stoff für die Schürze gefunden hat, die ich bei ihr bestellt habe. Am Suchen ist sie schon hat sie mir geschrieben. *froi*

      Hast du vielleicht einen Tipp für mich, wo ich passende Schuhe herbekommen könnte? (Du klingst so, als würdest du dich auskennen)

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      • Ich kann es mir vorstellen – vor allem, da du ja eigentlich woanders kaufen wolltest! 🙂 Na klar, 100% Handarbeit wäre übertrieben – aber allein die Stickereien, bin ja deinem Link gefolgt – toll! Ich fühle mich geehrt, aber leider kenne ich mich nicht aus.. bin, wie man so sagt, nur interessierte Laie. Hatte leider noch nie Gelegenheit, mittelalterliche Gewandung selbst zu tragen.

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      • Das mit dem Tragen mittelalterlicher Gewandung solltest du unbedingt bleibenlassen. 🙂
        Seitdem ich das nämlich vor Uuuuuurzeiten mal u. a. im Roskilder Wikingerschiffmuseum ausprobiert habe, glomm da ein Funke tief in meinem Herzen, der einfach nicht totzukriegen war.
        Sehr heimtückisch, wie ein Glutnest im Ascheeimer.
        Und als ich auf der Toilette vom Adventon mir das Kleid über den Kopf stülpte, entfachte er ein Inferno, das unter anderem das Zentrum für wirtschaftliches Handeln in meinem Hirn total ausgeschaltet hat.
        (Aber ist schon ein wirklich „erhebendes“ Gefühl, sich in Gewandung zu kleiden. Man läuft unwillkürlich stolzer, aufrechter.)

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      • Vorerst auf Mittelaltermärkten (wo ich feststellen musste. Dass es solche gibt und ähm, räusper, solche …).
        Aber ich hoffe, dass ich sie vielleicht mal bei einer Lesung tragen könnte.
        Stelle mir das spannend vor für das Publikum.
        Gut, ich reiche in Sachen Kameratauglichkeit nicht annähernd an den jungen Autor heran, dessen Vortrag ich letztes Jahr auf dem Wikingerfest mitbekommen habe (er sah wirklich aus, wie den Dreharbeiten zu „Vikings“ entsprungen), aber das hat mich auf eine Idee gebracht.
        Ich fürchte, wir ähneln uns da ein wenig, denn die Stimme der Vernunft konnte mich auch nicht davon abbringen. 😀

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      • Da hast du Recht! Ich sag nur Kartoffel 😉 Ich glaube, auf einem 100% authentischen war ich noch nie, falls es das überhaupt gibt. Aber trotzdem hat das doch meist Flair. Auf einer Lesung kommt das bestimmt gut, stelle ich mir gut vor! Ich habe mir übrigens vorgemerkt, dein Buch zu lesen, wahrscheinlich im November oder Dezember. Steht denn eine Lesung oder Lesetour bei dir an?

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      • Am 18.10. 😉 , einem dreifach bedeutungsvollen Tag: Es handelt sich um den Geburtstag meiner Oma, ein Dienstag erscheint mir angesichts des Kriegsgottes Tyr, dem dieser Wochentag gewidmet ist, als mehr denn passend für eine Schildmaid, und Amazon verlangt, dass die endgültige Version des bereits vorbestellbaren eBooks bis morgen, Freitag, dem 7.10. hochgeladen sein muss. Und ein Freitag ist wiederum als Tag, der Freyja und Frigg gewidmet ist, perfekt für eine Liebesgeschichte, die dort beginnt, wo Märchen normalerweise ausblenden …
        (Falls du dich fragen solltest, ob ich irgendwie abergläubisch bin, oder einen Fimmel bezüglich besonderer Tage habe, … – das sollte jetzt geklärt sein.)
        Ach ja, und eine Printversion wird auch in allen Buchhandlungen bestellbar sein via Großhändler. ISBN ist schon gekauft. Und wer mag, kann auch ein Hardcover direkt bei mir bestellen – mit Signatur, natürlich 😉 .

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      • Oh, dann läuft ja jetzt der Countdown! 😀 Ich kann mir vorstellen, dass das Hochladen allein schon aufregend war! Sobald ich die Muße dafür finde, werde ich mir auch deine Marktwert-Serie mal in aller Ruhe zu Gemüte führen, ist ja schon gewaltig, was man da alles beachten muss. Ach ja, Aberglaube ist ja bei einem an Mythen interessierten Menschen nicht so abwegig – oder wie ich immer sage, jeder hat das Recht auf seine Schrullen 😉 Ich wusste gar nicht, dass es auch eine Printversion gibt! Das wäre natürlich auch ne Option… ich werde mir mal durch den Kopf gehen lassen, für welche Version ich mich entscheide 🙂

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