Reblogged (Kulinarisch): Lussekatter (Luciabrötchen)

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Zum heutigen Luciatag gibt es als re-Blog das Rezept für original schwedische Lussekatter von letztem Jahr!

Nachdem ich auf Facebook dezent auf mein gegebenes Versprechen hingewiesen wurde, mein Rezept für Lussekatter zu bloggen, komme ich dem noch schnell vor Weihnachten nach.

Lussekatter, schwedisch für Luciabrötchen, sind ein Safran-Hefe-Gebäck, das traditionell am Lucia-Tag, dem 13. Dezember, gebacken und verspeist wird.

Schon allein an ihrer Formgebung sind die heidnischen Wurzeln des „Sonnengebäcks“ leicht zu erkennen, ebenso wie die gesamte Ausprägung (unter anderem ziehen jungen Frauen mit brennenden Kerzen in Lichterkränzen auf dem Kopf in Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altersheime ein) auf den uralten Brauch eines Lichterfests zur Wintersonnwende am 21./22. Dezember hindeutet.

Es ist gut vorstellbar, dass meine Protagonistin Melwyn in der Küche ihrer dänischen Mutter am Mittwinterfest ein ähnliches Gebäck zubereitet hat.

Doch hier, wie versprochen, das Rezept:

Lussekatter

Von 250 ml Milch etwa drei bis vier Löffel abnehmen, erwärmen und 1 Döschen Safranpulver mit einer Prise Zucker auflösen.

In einer Schüssel 400 g Mehl (ich verwende hell ausgemahlenes Dinkelmehl) mit 60 g Zucker (ich empfehle Rohr-Rohzucker wegen des Geschmacks) und 1 Prise Salz vermengen.

75 g Butter in Flöckchen unterkneten, dann nach und nach erst die Safranmilch und schließlich die restliche Milch unterarbeiten. Ich empfehle, den entstandenen Teig abwechselnd jeweils 30 Sekunden lang auf höchster und niedrigster Stufe der Küchenmaschine bzw. des Rührgerätes zu kneten. Je mehr Runden (mindestens 10 mal schnell und 10 mal langsam), umso feinkrumiger wird das Gebäck.

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Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort (bei uns auf der Aquarienabdeckung) gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.

 

In der Zwischenzeit 1/2 Tasse Sultaninen mit 3/4 Löffeln Glögg (ersatzweise Glühwein oder Traubensaft) quellen lassen.

Den gegangenen Teig in 20 gleich große Stücke teilen, dabei mit ein wenig Mehl abstäuben, damit sie nicht kleben.

Jedes Teigstück erneut in zwei Hälften teilen und zwischen den Händen jeweils 20 cm lange Teigwürste rollen (wie früher mit Knetmasse im Kindergarten).

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Auf dem mit Backpapier ausgelegten Backblech die beiden Enden der beiden Teigwürste zu kleinen Schnecken einrollen, sodass es etwa 10 cm lange Stücke ergibt. Eine Wurst rechtwinklig zur anderen übereinanderlegen.

Auf diese Weise auch die übrigen 19 Teigstücke verarbeiten, das Backblech abdecken und erneut gehen lassen.

Inzwischen 1 Eigelb mit etwa der gleichen Menge Wasser verquirlen und die Formlinge damit bestreichen.

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Auf jedes Schneckenende (je nach Größe) 1-3 Rosinen drücken, zudem nach Belieben die Teigstücke mit Mandelsplittern bestreuen.

Die Lussekatter im vorgeheizten Ofen bei etwa 220 Grad 7-9 Minuten backen (vorsichtig, der Eigelb-Aufstrich wird schnell dunkel!)

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Abkühlen lassen und genießen.

Lussekatter halten sich aber auch gut verpackt einige Tage lang frisch.

Aufgrund des hohen Preises für Safran empfiehlt es sich, ihn im Alltag – abgesehen von den Feiertagen – durch 1 gehäuften TL Kurkumapulver zu ersetzen.

2 Gedanken zu “Reblogged (Kulinarisch): Lussekatter (Luciabrötchen)

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