Vorbilder für Protagonisten – wie haltet ihr es?

„Gibt es denn reale Vor-Bilder für deine Protas?“

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Frage schon gestellt bekommen habe, und inzwischen weiß ich auch, dass es nicht wenige Autorenkolleg(inn)en gibt, die auf Pinterest (jener Social Media Plattform mit den 77 Siegeln für mich) ganze Ahnengalerien ihrer Figuren erstellen, ehe sie zu schreiben beginnen, aber für mich war es in Sachen Melwyn eher ein Aha-Effekt, dass sie mit Kayterin so ein ausdrucksvolles Gesicht bekommen hat.

Mit Foy war es jetzt anders. Follower von meinem Blog wissen ja, dass es im Herbst ein vorgezogenes Fotoshooting gab, das der Magd aus Worms ein ganz reales Aussehen gab:

Arbeitstitel: Die Magd

Arbeitstitel: Die Magd

Aber auch Foys Herzbube Bjørgyn besitzt für mich ein reales Gesicht, und zwar schon viel länger, wie mir die Erinnerungsfunktion von Facebook aufgezeigt hat:

15 Gedanken zu “Vorbilder für Protagonisten – wie haltet ihr es?

  1. Es gibt schon reale Personen, über die ich eine kurze Geschichte schreiben möchte, bzw. nur deren Äußeres oder deren Lebenssituation ich verwenden möchte. Aber bisher habe ich es nicht gemacht. Da fällt mir der dorfbekannte langjährige Säufer ein, der von einer „ehrbaren“ Frau lange Jahre unterstützt wurde. Als sie Jahrzehnte später krank und bettlägerig wurde, hat er das Trinken eingestellt und sie gepflegt … . Den Beiden würde ich gern ein „Denk-Mal“ setzen.

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    • Hach, wie berührend. Und da behaupte noch einer, das Leben schriebe nicht die schönsten Geschichten!
      (Wobei, wenn man das in einen Roman packen würde, sicher wieder jemand ankäme von wegen das sei „unglaubhaft“. Ging mir so bei der Leserunde zu Falkenherz, da mäkelte eine Leserin das quecksilbrige Verhalten (schlagartiges Wechseln von Jähzorn zu liebevoll und wieder zurück) von Melwyns Vater an. Dabei hatte ich mich nur, wie von dir geschildert, einer solchen „Geschichten aus dem Leben“-Episode bedient.)

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  2. Viele meiner Figuren haben ein ‚reales‘ Vorbild – ich habe in mühseliger Arbeit passende Bilder auf Google gesucht von Menschen, die in etwa so aussehen, wie jene Vorstellungen, die ich im Kopf habe. Das sind aber eben ’nur‘ menschliche Gesichter – und keine Personen, die ich kenne.

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    • Sehr interessant, aber sag: Ist es micht unheimlich schwierig, wenn du dann, nachdem das Buch erschienen ist, von Bloggerseite nach Bildmaterial gefragt wirst?
      Das, was du bei google gefunden hast, kannst du ja nicht herzeigen.
      Bzw., ist es für dich dann nicht auch schwierig, dich mit den verfügbaren Models der Stockfotografien „anzufreunden“, wenn du schon so ein klares Bild vor Augen hast?

      Ehrlich gesagt, um beide Schwierigkeiten zu umgehen, habe ich mir jetzt für das Project-to-come nach „Foy“ schon mal im Vorfeld Stockfotografien gekauft. 😹😹

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      • Ich bin noch nie nach Bildmaterial gefragt wurden – von daher hat sich mir das Problem noch nie gestellt 😉 ich benutze die Bilder ja lediglich für mich selbst, als Inspiration und Erinnerungshilfe, damit das Bild in meinem Kopf nicht mit der Zeit verschwimmt. Ich habe nicht vor, die Bilder irgendwie anderweitig zu nutzen. „Individualisiert“ werden sie sowieso zusätzlich in meinem Kopf 😉

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      • Nun ja, wenn man ein Buch veröffentlicht, dann macht das Cover einen ganz überwiegenden Anteil an der Kaufentscheidung der potentiellen Leser aus – un da die gerne ein Bild des/der Protagonisten/in hätten, kommt man kaum darum herum, wenn man eine ernsthafte Chance auf Verkäufe haben möchte.

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      • Kommt das nicht auch ein bisschen aufs Genre an? Ich habe bei mir zuhause zum beispiel nur Bücher stehen, die auf eine direkte Darstellung des Protagonisten verzichten: Die Figur st nur als Schatten, mit dem Rücken zugewandt oder in eine große Landschaft hineingesetzt zu sehen. Irgend so etwas könnte ich mir auch vorstellen. Ich möchte nicht unbedingt ein Gesicht auf den Cover haben.
        (Da fällt mir ein: Krimis oder Thriller haben nur sehr sehr selten Gesichter auf dem Cover…)

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      • Nun, du kommentierst auf meinem Blog, ergo solltest du wissen, in welchem Genre ich schreibe.
        Oder etwa nicht?
        Nur so als Tipp: Zu dem, was ich schreibe, passt weder das derzeit angesagte Cover für historische (Frauen)Romane vom Typus „Tochter der/des XY“ noch kann man es im entferntesten als Krimis oder Thriller bezeichnen.

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  3. Pingback: #wirsindtraumfaenger – Tag 12 | Letzter Blogbeitrag | Katharina Münz

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