Interna aus dem Autorenleben | Für alle Autoren, die zweifeln

Über diesen Blogbeitrag bin ich bei Facebook gestolpert, und ich fand, er spricht unheimlich wichtige Punkte an, weshalb ich ihn reblogge.

„Es gibt so viele fantastische neue Autoren, die neue Welten erschaffen, die großartig schreiben, mit Wörtern jonglieren und dadurch in unseren Köpfen Bilder erschaffen, die wir uns ohne ihre Hilfe nicht hätten vorstellen können, aber meistens ignorieren wir sie. Warum? Weil sie nicht gehyped werden?“

Ja, Umivankebookie, das ist ein Grund. Jay Kay von Jamiroquai sagte in einem Interview zum Release von „Automaton“ zu recht, dass der Erfolg im Musikgeschäft zu 20% von der Musik selbst abhängt – zu 80% aber vom Marketing.
Das ist im Büchermarkt nicht viel anders.

Und wenn dann jemand kommt und ganz neue Vorstellungen hat, wenn er den Leser wie Scottie von der Enterprise geradewegs in die Köpfe frühmittelalterlicher Protagonisten „beamt“, statt einen Erzähler zwischenzuschalten und gewohnten Stil aufzugreifen, dann läuft man Gefahr, den Leser zu verschrecken. Auch, wenn man nicht gewillt ist, bewährten Plotmustern zu folgen. Von Genremixen ganz zu schweigen.

Aber selbst so ein Exot wie ich bekommt von Leserseite dann Zuckerbrot und Peitsche zu spüren. Zuckerbrot in Form von Rezensenten aus völlig unerwarteter Ecke, die sich als treue Fans herauskristallisieren – und Peitsche in Form von deutlich mehr Danksagungen auf der Piratenplattform, als deine Neuerscheinung Rezensionen hat.

Da tut so ein Blogbeitrag unheimlich gut!
Danke dafür!
Auch für deinen Hinweis bezüglich Cover und Klappentext, den ich erweitern möchte um: Auch wenn euch beides gefällt, lest immer unbedingt in die Leseprobe, denn erst die zeigt, ob ihr und die Geschichte zusammenpasst.

Es ist nicht schlimm, wenn euch ein Buch nicht gefällt.
Im Gegenteil!
Wäre es nicht furchtbar, wenn alle den gleichen Geschmack hätten?
Aber – das sage ich mitbüber 40 Jahren Leseerfahrung – quält euch nicht durch ein Buch, das nicht zu euch passt. Das endet nur wie Schuhe, die nicht passen: mit Blasen oder gar Hühneraugen und einer Menge Ärger.

Also: Gebt neuen Autoren eine Chance, im SP-Bereich insbesondere auch denen, die über Amazon veröffentlichen (ich finde vieles an dem Konzern auch nicht toll, aber er bietet SPlern die beste Plattform).

Danke und ein schönes Wochenende!

umivankebookie

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Liebe Leser,

seit einiger Zeit gehen mir viele Dinge durch den Kopf, die mir als Bloggerin sowohl in Zusammenarbeit mit Autoren, als auch ‚von außen‘ in den Social Media aufgefallen sind und denen ich hier Ausdruck verleihen möchte. Dieses ist der erste Post seiner Art und ich schreibe meine Gedanken so, wie sie mir gerade gekommen sind nieder. Mir ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen, denn ich denke nicht, dass ich die Einzige bin, die so denkt. Außerdem gibt es viele Autoren, die sich dieselben Gedanken machen, von denen wir aber kaum etwas wissen, da sie es in den wenigsten Fällen ansprechen.

Ich habe beobachtet, dass viele AutorInnen, die großartige Bücher schreiben, viel an sich selbst und ihrer Arbeit zweifeln, das bis hin zur Aufgabe ihrer Leidenschaft zu Schreiben führen kann. Das finde ich sehr schade, denn sie erschaffen fantastische Welten, sie schreiben so wundervoll, aber weil die Verkaufszahlen…

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