Buchvorstellung | Sandra Pulletz: Ein Ire zum Verlieben

Sandra Pulletz – die für mich die Verkörperung des österreichischen Charmes darstellt – und ein Ire?

Ich kenne die Autorin und ihre Werke ja gut, aber dieser Titel hat mich dann doch überrascht und neugierig gemacht.

 

Meine Meinung: Sandra Pulletz hat sich selbst übertroffen! Ihr perfekter Ausflug in Richtung New Adult und in irische Gefilde ist ihr überaus gut gelungen.
New Adult als Genrebezeichnung deutet ja daraufhin, dass eine Geschichte sich einerseits um Protagonisten dreht, die zwar keine Jugendlichen mehr sind, aber eben auch (noch) nicht komplett und in allen Teilbereichen erwachsen.

„Nicht Fisch noch Fleisch“, bezeichnete das meine Oma sehr treffend.

Und genau so ist Laura, die Protagonistin von Sandra Pulletz: Eigentlich wähnt sie sich bereits erwachsen, mit Studium, Nebenjob, einem Freund und gemeinsamer Wohnung – aber andererseits hat sie es bisher noch nicht geschafft, sich vollständig auf eigene Beine zu stellen.

Ohne schlüssige Begründung könnte dieser Umstand vielleicht aufgesetzt wirken, aber Sandra Pulletz hat ihre Aufgaben als Autorin und Charakterschmiedin sehr gut erledigt, denn die zerrüttete Ehe und die Trennung ihrer Eltern lässt Lauras Prägung plausibel werden, noch dazu, weil ausgerechnet die Mutter, mit der sie nicht recht warm wird, im heimatlichen Graz lebt, während der Vater des „Papamädels“ sich ins ferne Irland verzogen hat.

Die zweite, wesentliche Genreeigenschaft von New Adult ist die Lovestory – die nicht, wie bei Sandra Pulletz bisher üblich, keusch an der Schlafzimmertüre ausblendet.

Nein, „Ein Ire zum Verlieben“ ist in dieser Hinsicht das Genre-Debüt der Autorin, und ich muss gestehen, solch ein gelungenes Debüt lässt mich viel für die Zukunft erwarten.

Wer meinem Blog folgt, weiß, wie heikel ich bin hinsichtlich der Wortwahl bei der Beschreibung von Knisterszenen – Sandra Pulletz kann sich entspannt zurücklehnen, denn ich habe nicht ein Fitzelchen zu meckern gefunden.

Im Gegenteil! Die „Zur Sache, Schätzchen“-Szenen fügen sich ebenso harmonisch in den Plot ein wie die geschickten Verwirrmanöver der Autorin (die sich wieder einmal als Meisterin der Screwball-Komödien vom alten Schlag erweist), die stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen, die Ausflüge in die Küche (wer die Autorin kennt weiß, das ist bei ihr ein Muss) und natürlich die Entwicklung der Charaktere.

Wenn ich etwas nennen müsste, was zu bemängeln ist – dann wäre das der Umstand, dass sich die „Dame mittleren Alters“, die Laura zu Beginn der Geschichte beispringt und die mit ihren Lockenwicklern auf dem Kopf und der penibel sauber gehaltenen Wohnung an ein „Golden Girl“ denken ließ, sich als 48-Jährige herausstellte. Ein Jahr jünger als ich! Tststs. *zwinker*

Ich habe mich in einer überzogenen Mittagspause in „Ein Ire zum Verlieben“ verliebt – und kann das jeder Freundin von Liebesgeschichten mit geschmackvollen Sexszenen nur ans Herz legen.

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Nix

2 Kommentare

  1. Melnaie Berg sagt:

    So, ich habe ausgesuchtTheresaStonebound 1Der Kodex der HüterinnenAlpensternküsseSo nah so fern LGMelanie 

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  2. Sandras Buch ist ja gestern bei mir angekommen und ich bin jetzt dank dir Katharina noch gespannter auf die Geschichte. 😉😍

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